Theaterpädagogik

 

 

AGB Theaterpädagogik-Lehrgänge - Grundsätzliche und aktuelle Überlegungen

Das Hirn macht keinen Unterschied zwischen der Bühne des Lebens und der Theaterbühne; auf den Bühnen der Welt verhalten wir uns, empfinden, denken spüren….manchmal verfolgen wir ein Ziel, manchmal ergibt sich alles gerade jetzt, im Moment des Augenblicks. Der Sinn erschliesst sich sofort oder erst später oder wir gehen suchend weiter.

  • Immer leben wir, atmen, sind verbunden mit den anderen MitSpielerInnen,- wir sind Spect-Actors - ZuschauerspielerInnen, wie August Boal es ausdruckt, Menschen, die im einen Moment Publikum sind und im nächsten Moment sich einmischen, mit machen, sich ermächtigen , Verantwortung übernehmen…
  • Theaterspielen in einer wertschätzenden wohlwollenden Umgebung, macht uns reicher, öffnet die Sinne, um die Welt sensibel wahr zu nehmen, um eine Bewusstheit darüber zu erlangen, was wir erleben, spielen und darstellen und wie wir es wollen.
  • In ko-kreative Prozesse erleben wir, wie Ideen in einen Flow kommen und auch sich zersprageln, wie Freude und Ringen einander ablösen, wie wir den Mut am Scheitern brauchen ebenso, wie den Mut zum Erfolg! Und in all diesen Phasen sind wir miteinanander verbunden, voneinander abhängig, abhängig von der sich immer weiter entwickelnden Fähigkeit des gemeinsame Gestaltens; einander mitnehmen, Herausforderungen annehmen, Defizite ausgleichen und zu gemeinsamen Ergebnissen kommen.
  • Die verschiedenen Bühnen - im Leben und im Theater - bringen uns Herausforderungen, solche, die wir uns aussuchen, solche, die plötzlich dastehen und die wir annehmen (müssen/dürfen) oder auch nicht. Wir lernen Rollen zu übernehmen und sie zu lassen, Inszenierungen bewusst zu machen und sie neu zu gestalten, Jeder und Jede lernt in ihrem Tempo.
  • Wir werden flexibler, erkennen neue Wege und Möglichkeiten, Analysieren, Reflektieren und folgen der Neugierde und folgen dem Notwendigen….
  • Wir nützen die Möglichkeiten des Spielens, des Gestaltens und Leitens von kreativen Prozessen, um das eigene Leben zu bereichern und um das Leben der Anderen zu bereichern: das der MitspielerInnen, des Publikums, der KollegInnen, NachbarInnen, das der FreundInnen, der sympathischen und auch der unsympathischen Menschen, der uns verständlich und auch der uns unverständlichen Menschen, denn das Ziel ist Empathie - Mitgefühl und gemeinsames Gestalten einer Gesellschaft, in der ein gutes Leben für Alle verwirklicht wird („Buen VIVIR - gutes Zusammenleben für Alle“).
  • Die methodischen und konzeptuellen Eckpfeiler der AGB Theaterpädagogik und die pädagogische Ausrichtung der Gesamtleitung ermöglichen dialogische kokreative Lernprozesse, die gleichzeitig auf der individuellen Ebene, als auch auf der Ebene von Gesellschaft wirken. Künstlerische Prozesse sind Gestaltungsprozesse, die individuell wie gesellschaftlich wirken (sollen). AGB- Theaterpädagogik knüpft an den individuellen Möglichkeiten der TeilnehmerInnen an und befindet sich im Kontext aktueller gesellschaftlicher Prozesse: Gesellschaftliche Konfliktfelder werden offensichtlicher, sowohl in Österreich als auch in Europa und weltweit. Und es wird immer deutlicher, dass Entwicklungen globale Dimensionen haben, die uns individuell treffen werden.

…..AGB Theaterpädagogik ermöglicht individuelles Wachstum im Kontext von gesellschaftliche Prozessen, um zu einem gesellschaftlichen Wandel im Sinne einer solidarischen prosozialen Gestaltung beizutragen.

 

 

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