Aufstellung als Lernform

Aufstellung als Lernform


In diesem Zugang zur Aufstellungsarbeit werden KlientInnen, Gruppen und Teams achtsam und wertschätzend so begleitet, dass ihr Vertrauen gestärkt wird, im Dialog mit der/dem AufstellungsbegleiterIn, (im Gruppensetting) den RepräsentantInnen und der beobachtenden Gruppe selbst für angemessene Lösungen und Veränderungsschritte bezüglich ihres Anliegens sorgen zu können.
Das Primat der Handlungen bleibt dabei den KlientInnen, sie erleben sich selbst als Handelnde.
Der/die AufstellungsbegleiterIn unterstützt sie/ihn darin, selbstbestimmt zu handeln und für angemessene Veränderungen zu sorgen.
In diesem Sinn stellt dieser Zugang einen emanzipatorischen Ansatz von Aufstellungsarbeit dar.
„Lernform“ bedeutet: Die Aufstellenden und alle Beteiligten (AufstellungsbegleiterIn, RepräsentantInnen und die beobachtende Gruppe) lernen etwas über die Möglichkeiten, die in all dem verborgen sind, was in Bezug auf ein Anliegen als relevanter Teil einer Struktur in den Raum gestellt wird und zu anderen Teilen in Beziehung tritt.
Form als die Möglichkeiten der Struktur (Ludwig Wittgenstein), als all das, was werden kann, wenn es sein darf.
In dieser Art von Gruppensimulationsverfahren wird probehandelnd mit Dynamiken in aufgestellten Beziehungen so gearbeitet, dass der/die Aufstellende zu für sie/ihn in Bezug auf das Anliegen nützlicheren Bildern kommt und sich daraus möglicherweise ergebende Konsequenzen vorweg erfahrbar werden.
So kann neues Erfahrungswissen über Zusammenhänge und Handlungsmöglichkeiten erworben werden.

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